Patienteninterview

Interview mit Anouk

Anouk berichtet über ihren Weg mit Long-Covid und über ihren Behandlungsweg in der Praxis.

28:09

Auszug aus dem Transkript

Gekürzter Auszug aus dem Videointerview; Antworten sprachlich leicht geglättet.

Ich hatte Long-Covid, und meine Symptome waren damals die Fatigue, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Dazu kamen Magen-Darm-Probleme: Bevor ich zu Dr. Csepregi kam, hatte ich sechs bis acht Wochen lang Dauerbauchkrämpfe, Schmerzen und Übelkeit.

Es waren zehn verschiedene Kliniken, Praxen und Therapien, bevor ich in die Praxis kam: Hausarzt, Osteopathie, Physiotherapie, Neurologin, die Long-Covid-Sprechstunde sowie Komplementärmedizin mit Kraniosakraltherapie, TCM und Neuraltherapie. Die Fatigue, die Kopfschmerzen und die Konzentrationsschwierigkeiten haben sich damit nicht wirklich gebessert.

Meine Kraniosakraltherapeutin hat mir die Praxis empfohlen: Es gebe einen Arzt, bei dem Patientinnen und Patienten mit wenig bekannten Krankheiten schon bessere Erfolge erzielt haben. Meine Beschwerden bestanden da schon rund ein Jahr.

Zuerst wurde ein umfangreiches Laborbild gemacht, vor allem auch die Mikronährstoffe, die bisher nie analysiert worden waren. Ich bekam dann täglich diverse Mikronährstoffe, B-Komplexe, B12-Spritzen, Biotin, Kupfer, Zink, Q10 und viele weitere, und habe nach einigen Wochen schon leichte Verbesserungen meines Allgemeinzustands gesehen.

Dazu kamen die Schilddrüsentherapie und später die Kolonhydrotherapie; nach zwei, drei Behandlungen habe ich erste Erfolge gespürt. Die Kombination aus Mikronährstoffen, einer niedrig dosierten medikamentösen Therapie, Schilddrüsenhormonen und Kolonhydrotherapie war massgebend für die Stabilisierung meines Allgemeinzustands.

Ich hatte zeitweise wirklich 40 verschiedene Symptome, teilweise kam Fibromyalgie dazu, auch Reizüberflutung. Es gab Zeiten, in denen ich vor allem im Bett gelegen bin und gar keine Energie hatte, eine Therapie zu machen.

Der Unterschied ist sicherlich die ganzheitliche Diagnostik und Therapie: die Schulmedizin zusammen mit der orthomolekularen Medizin, und dass er jahrelange Erfahrung mit CFS-Patienten hat. Die gezielte Therapie mit den Mikronährstoffen und mit den Hormonen ist das, was ihn besonders macht, und hat mir auf jeden Fall zur Genesung verholfen.

Jedem, der so erkrankt ist, möchte ich sagen: Es ist wichtig, fachlich einen Ansprechpartner zu haben, der einen ernst nimmt. Die Fortschritte sind eher Baby-Steps als riesengrosse Sprünge, man soll einfach nicht aufgeben.

Jedes Interview wird mit schriftlichem Einverständnis der beteiligten Person veröffentlicht. Es schildert persönliche Erfahrungen und stellt kein Heilversprechen dar.

Aussagen über frühere Behandlungen und Diagnosen geben die persönliche Erinnerung der Interviewten wieder.